Die Universität Bayreuth hat den Fall Guttenberg heute als einzigartig charakterisiert.
Präsident Rüdiger Bormann sagte am Nachmittag, einen solchen Fall habe es an seiner Hochschule noch nie gegeben. Gleichwohl wies Bormann darauf hin, dass nun an der Uni Bayreuth weitere Doktorarbeiten geprüft würden. Es herrsche erhöhte Sensibilität. Außerdem kündigte Bormann an, die Hochschule werde aus dem Fall Guttenberg Konsequenzen bei künftigen Dissertationsverfahren ziehen. Einen Imageschaden für die Uni Bayreuth sieht der Präsident noch nicht. Ausdrücklich nahm Bormann die beiden Professoren, die die Doktorarbeit Guttenbergs korrigiert hatten, in Schutz. Es hätte im Jahr 2006 keinerlei Verdachtsmomente auf Plagiate gegeben. Horst Mayer, aktuelle Redaktion: "Die Universität Bayreuth legte heute auch das Schreiben von Guttenberg vor, mit dem der Minister darum bittet, dass sein Doktorgrad zurückgenommen werden soll. Darin hat Guttenberg erklärt, dass er graviernde handwerkliche Fehler gemacht habe. Er begründete die Fehler mit dem Hinweis, er habe über sieben Jahre hinweg an der Dissertation geschrieben und den Überblick verloren. Universitätspräsident Bormann wollte das nicht weiter kommentieren. Er sagte nur, diese Erklärung erleichtere die Arbeit der Promotioskommission bei der Begutachtung. Und im Klartext fügte Bormann hinzu, die Bitte Guittenbergs halte die Uni nicht davon ab, eine genaue Prüfung der Doktorarbeit vorzunehmen. Wann diese beendet sein wird, ist derzeit noch nicht abzusehen."