Was Sturm Kyrill in Oberfranken hinterließ


Am Donnerstag zog das Sturmtief Kyrill über Europa hinweg und hinterließ stellenweise starke Verwüstungen. Leider sind sogar einige Todesopfer zu beklagen. Die oberfränkische Bevölkerung kam da Gott sei Dank glimpflicher davon.

Ich habe mir einen Überblick verschafft, was im Regierungsbezirk passiert ist:
In Kulmbach waren zahlreiche Sachschäden zu verzeichnen, deren genaue Höhe noch unbekannt ist. Die Feuerwehr musste einige Male zum Beseitigen umgestürzter Bäume ausrücken. Kurzzeitig war die Bundesstraße B85 gesperrt.
Auch die Region um Coburg blieb von schweren Unglücken verschont. Die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) wurden überwiegend zur Entsorgung von Bäumen herbeigerufen und um einige Fälle von Hochwasser zu bekämpfen.
Pausenlos im Einsatz waren die Feuerwehren auch im Raum Bamberg und insbesondere um Ebrach. Zwischenzeitlich musste die Autobahn A73 bei Hallstadt wegen eines umgestürzten Baumes gesperrt werden.
In der Region um Lichtenfels und Bad Staffelstein fuhr eine junge Frau auf einen Baumstamm auf, der kurz vor ihrem Wagen auf die Fahrbahn krachte. Die Fahrerin erlitt einen Schock, konnte aber nach ambulanter Behandlung das Klinikum wieder verlassen. Die Bundesstraße B289 und einige kleinere Verbindungsstraßen wurden vorübergehend gesperrt.
Im Landkreis Kronach waren die Straßen am Rennsteig besonders betroffen. Des Weiteren wurde die Stromversorgung vielerorts unterbrochen.
In Hof wurde ein Mehrfamilienhaus Opfer des Sturms. Die Böen rissen das Dach ab und “versetzten” es in den Garten. Die Bewohner hatten Glück im Unglück – zu Schaden kam niemand.
Bei Wunsiedel wurde ein Wohnwagengespann von Kyrill erfasst und von der Straße geschleudert. Auch in diesem Fall bleib der Fahrer glücklicherweise unverletzt.
In Bayreuth und Pegnitz wurden ebenfalls keine Personenschäden registriert. Das Rote Kreuz musste jedoch einige Fahrgäste der Deutschen Bahn betreuen, die am Bahnhof festsaßen und ihre Reise nicht wie geplant beenden konnten.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass Oberfranken von größerem Unheil verschont blieb. Obwohl das im Einzelfall den Betroffenen wohl kaum Trost spenden dürfte – wenn stürzende Bäume und umherfliegende Ziegel Autos, Fenster oder sonstiges Eigentum in Mitleidenschaft gezogen haben.

Wie haben Sie den Sturm erlebt? Waren Sie persönlich betroffen?

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