Werner Reihl, Bayerischer Bauernverband
Werner Reihl, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes, bleibt auch Kreisobmann. Bei einer Mitgliederversammlung des Bauernverbandes in Höchstädt konnte der Bergnersreuther Landwirt 97 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen.
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Der Direktor des Bezirksverbandes Oberfranken, Dr. Wilhelm Böhmer, würdigte in seinen Grußworten das freiwillige Engagement der Landwirte, ein Ehrenamt für den Berufsstand zu übernehmen.Böhmer sprach auch die schwierige wirtschaftliche Lage der Bauern an. Die Kosten für die Betriebsführung seien nahezu explosiv angestiegen. Die allgemeinen Energiekosten, darunter besonders der Dieselkraftstoffpreis, belasteten besonders die kleineren landwirtschaftlichen Betriebe im fränkischen Raum. Große Erwartungen setzte Böhmer auf die EU-Ratspräsidentschaft, die Deutschland seit Januar inne habe. Böhmer: „Vieles, was in den vergangen Jahren in Brüssel beschlossen wurde, ist für die kleinen Betriebe in Oberfranken nahezu nicht realisierbar.“
Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Werner Reihl stellte fest, verschiedene Entwicklungen auf den Märkten machten den Bauernfamilien wieder Mut. Landwirtschaftliche Produkte im Bereich der Nahrung und der Energie erfreuten sich großer Nachfrage. Trotz allem, gab Reihl zu bedenken, sei man von einer Kostendeckung noch weit entfernt. Der Abstand der Einkommen in der Landwirtschaft zum gewerblichen Vergleichslohn sei noch sehr groß, machte der Kreisvorsitzende und Bezirkspräsident weiter deutlich.
Reihl begrüßte es, dass es gelungen sei, zusätzliche bayerische Mittel für die Ausstattung einer zweiten Säule der Agrarpolitik zu bekommen. Eine vernünftige Finanzausstattung sei ein unabdingbarer Faktor für den Erhalt der ländlichen Räume in Oberfranken.
Intakte Dörfer und gepflegte Landschaften setzten eine leistungsfähige Landwirtschaft voraus, so Werner Reihl abschließend.
(Quelle: Frankenpost online, 20.1.07)