Städtebauförderung: Ehemaliges Jagdschloss Baunach wird eingeweiht
Städtebauförderung in Oberfranken:
Ehemaliges Jagdschloss Baunach – Millionenprojekt wird eingeweiht
Die Regierung von Oberfranken bewilligte der Stadt Baunach, Landkreis Bamberg, für die Sanierung des ehemaligen Fürstbischöflichen Jagdschlosses bisher Zuschüsse in Höhe von 750.000 € aus dem “Bund/Länder-Städtebauförderungsprogramm Teil I – Grundprogramm”
Die Zuwendung wird je zur Hälfte vom Bund und dem vom Bayeri-schen Landtag beschlossenen Bayerischen Staatshaushalt durch das Bayerische Staatsministerium des Inneren bereitgestellt.
Insgesamt erhält die Stadt Baunach von der Regierung von Ober-franken knapp 1.100.000 € Städtebaufördermittel für die Maßnahme als Zuschuss.
In einer knapp 2-jährigen Bauzeit und mit einem Kostenvolumen von etwa 8,2 Mio. € wurde mit der Erweiterung und Restaurierung des historischen Jagdschlosses ein bedeutendes örtliches Baudenkmal für die Nachwelt erhalten.
Regierungsvizepräsidentin Petra Platzgummer-Martin: “Der Er-halt des denkmalgeschützten, das Ortsbild prägenden Gebäudes ist eine wichtige städtebauliche Aufgabe und von allgemeinem Interesse. Die Regierung von Oberfranken hat daher gemeinsam mit der Stadt Baunach und der gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft Bamberg im Rahmen der Städtebauförderung ein Finanzierungskonzept erarbeitet und erfolgreich umgesetzt.”
Das ehemalige Fürstbischöfliche Jagdschloss mitten im Altstadtbe-reich stellt wohl das imposanteste Bauwerk im Stadtbild von Bau-nach dar.
Das Gebäude stand mehr als zwei Jahrzehnte leer. Jahre lang wurde versucht, eine angemessene Neunutzung zu finden, das Anwesen zu renovieren und damit vor dem Verfall zu bewahren.
2006 hatte die Stadt Baunach Erfolg: mit der gemeinnützigen Kran-kenhausgesellschaft Bamberg war ein ernsthafter Interessent gefunden.
Areale und Gebäudekomplexe wie das Jagdschloss Baunach, die in ihrer ursprünglichen Nutzung nicht mehr gebraucht werden, gibt es in einigen Kommunen. Viele dieser Brachen bieten durch ihre städtebauliche und architektonische Qualität und oftmals gute Lage die Chance, das innerstädtische Nutzungsangebot zu verbessern und Grundstücke, die einst Barrieren darstellten, wieder in das Stadtgefüge zu integrieren.
“Die Stadt Baunach hat das Potential solcher Flächen für eine nachhaltige Innenentwicklung genutzt. Sie hat dieses innerstädtische Areal attraktiv revitalisiert und bietet damit ein Vorbild für andere.
Ich hoffe, dass der Mut und die Risikobereitschaft belohnt werden und dieses herausragende Gebäude bald mit Leben erfüllt wird. Städtebau und Architektur liefern die Hülle, den Charakter eines Gebäudes aber bringen die Menschen die darin arbeiten und leben.
Ein lebendiges und lebenswertes Baunach und ein Seniorenzentrum mit einer besonderen Atmosphäre ist mein Wunsch”, betonte Frau Regierungsvizepräsidentin Platzgummer-Martin in ihrer Ansprache zur Einweihung.