Bayerischer Tag der Ausbildung am 7. September
Regierungspräsident Wilhelm Wenning appelliert an die oberfränkische Wirtschaft: “Jedem Jugendlichen ein passendes Ausbildungsangebot machen”
Am Montag, den 7. September 2009, findet auf Initiative des Bayerischen Ministerrats der “Bayerische Tag der Ausbildung” statt. Regierungspräsident Wilhelm Wenning appelliert aus diesem Anlass an die Betriebe und freiberuflich Tätigen in Oberfranken, Ausbildungsplätze zu schaffen: “Unser gemeinsames Ziel muss es sein, jedem Jugendlichen ein passendes Ausbildungsangebot zu machen. Die Wirtschaft muss sich auch in konjunkturell schwächeren Zeiten ihrer gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Verantwortung stellen und jungen Menschen genügend Ausbildungsplätze anbieten. Jeder zusätzliche Ausbildungsplatz bietet einem Jugendlichen eine Chance fürs Leben und die Grundlage für eine dauerhafte Lebensgrundlage in Oberfranken.” Dabei betont Regierungspräsident Wenning, dass sich Ausbildung für jedes Unternehmen, das sich seine Zukunft langfristig sichern will, rechne.
“Gemeinsames Anliegen sollte es sein, in Oberfranken ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Ausbildungsplatzangebot und – nachfrage zu schaffen. Zwar haben wir in den letzten Jahren bereits erste Erfolge auf dem Weg zum Ziel, jedem ausbildungswilligen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz in Oberfranken anbieten zu können, erzielt. Es bedarf aber weiterer, gemeinsamer Anstrengungen, dieses ambitionierte Ziel gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu erreichen”, so der Regierungspräsident. Ausdrücklich dankte Wilhelm Wenning den vielen oberfränkischen Betrieben, die in diesem Jahr bereits eine große Zahl junger Auszubildender eingestellt haben und bei der Ausbildung und Qualifizierung von Nachwuchskräften für die Wirtschaft großes Engagement zeigen.
Eine qualifizierte Ausbildung junger Menschen dient auch den eigenen Interessen der Unternehmen. Jede zusätzliche Lehrstelle ist wichtig. Schon heute ist in einigen Branchen ein Fachkräftemangel spürbar. “Wer jetzt ausbildet, sichert sich seine zukünftigen Fachkräfte.” Dem Mangel an Fachkräften kann am besten durch die Ausbildung und Qualifikation junger Menschen als die künftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entgegen gewirkt werden. Dadurch wird auch ein ganz wesentlicher Beitrag für die dauerhafte Konkurrenzfähigkeit der oberfränkischen Wirtschaft in einer globalisierten Weltwirtschaft geleistet. Es wäre kurzsichtig und unternehmerisch die falsche Entscheidung, jetzt diese Anstrengungen zurückzufahren.
Der “Bayerische Tag der Ausbildung” ist Bestandteil der vom Bayerischen Ministerrat beschlossenen Ausbildungsinitiative “Fit for Work – 2009″. Mit den maßgeschneiderten Förderprogrammen werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und aus dem bayerischen Arbeitsmarktfonds eingesetzt, um gezielt die Ausbildungschancen von Jugendlichen zu verbessern, die einem besonderen Wettbewerb unterliegen. Es werden nicht nur Jugendliche bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle unterstützt; auch Betriebe werden bei der Schaffung von Ausbildungsverhältnissen gezielt gefördert.
Im Einzelnen umfasst das Ausbildungsprogramm unter anderem folgende Einzelmaßnahmen:
Förderung zusätzlicher Ausbildungsplätze 2009
Fördermöglichkeiten gibt es für bayerische Betriebe, die für bestimmte Schulabgänger des Jahres 2009 zusätzliche betriebliche Ausbildungsplätze anbieten sowie für Betriebe, die erstmals ihren Nachwuchs in einer dualen Ausbildung qualifizieren. Die Betriebe können dabei bis zu 2.500 €, bei überwiegender Durchführung der Ausbildung in den oberfränkischen Arbeitsagenturbezirken Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof bis zu 3.000 € für jeden zusätzlich angebotenen Ausbildungsplatz erhalten.
Förderung der Verbundausbildung 2009
Auch die Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze im Rahmen einer Verbundausbildung wird finanziell unterstützt. In diesen Fällen können die Ausbildungsbetriebe für jeden zusätzlich angebotenen Ausbildungsplatz im Rahmen einer Verbundausbildung bis zu 4.000 € Zuschuss erhalten.
Förderung der betrieblichen Ausbildung von Absolventen der Praxisklassen
Gefördert wird die betriebliche Ausbildung von Hauptschülern aus den Praxisklassen bayerischer Hauptschulen, die in diesem Jahr die Praxisklasse verlassen haben und deren Berufsausbildungsverhältnis spätestens am 31.12.2009 beginnt. Die Ausbildungsbetriebe können für geförderte Ausbildungsverhältnisse bis zu 3.000 € Zuschuss erhalten.
Einzelheiten zu dem Programm “Fit for Work – 2009″ und die detaillierten Antragsvoraussetzungen sowie Antragsformulare können im Internet auf der Seite des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen unter der Adresse www.stmas.bayern.de/arbeit/bildung/fitforwork09.htm abgerufen werden. Die Antragstellung für die genannten Einzelmaßnahmen erfolgt für die Ausbildungsbetriebe beim Zentrum Bayern Familie und Soziales, Hegelstraße 2, 95447 Bayreuth.
Darüber hinaus stellt die LfA Förderbank Bayern zinsgünstige mittelfristige Darlehen über die jeweilige Hausbank bis zu 50.000 € zur Betriebsmittelfinanzierung zur Verfügung, wenn ein Klein- oder Mittelbetrieb einen Jugendlichen ausbildet, der lernbeeinträchtigt oder sozial benachteiligt im Sinn der einschlägigen Bestimmungen des Sozialgesetzbuches ist. Näheres hierzu findet sich auf der Internetseite der LfA (www.lfa.de) unter Auswahlmenüpunkt “Sonstige Finanzierung” Stichwort Ausbildungsplatzförderung.
Pressestelle Nr.: 136/2009 - Bayreuth, 03.09.2009