Arbeitslosenzahlen gehen zurück
Der oberfränkische Arbeitsmarkt ist erstaunlich robust. Trotz Wirtschaftskrise ist die Zahl der Erwerbslosen im April zurückgegangen. Zwar gehen immer mehr Beschäftigte in Kurzarbeit – allerdings können Mitarbeiterzahlen dadurch auch gehalten werden. Insgesamt waren im April 34 930 Oberfranken ohne Beschäftigung – di Quote liegt bei 6,1 Prozent. Im März lag sie noch bei 6,3 Prozent.
Kurzarbeit bei Scherdel in Marktredwitz
Die weltweite Finanzkrise fordert jetzt auch bei der Firma Scherdel in Marktredwitz ihren Tribut. Beim Hersteller von technischen Federn wird ab sofort für die kommenden drei Monate kurz gearbeitet. Seit Jahresbeginn sei die Auftragslage nochmals dramatisch eingebrochen, teilte Geschäftsführer Max von Waldenfels der Belegschaft während einer nichtöffentlichen Betriebsversammlung mit. Dies mache den Schritt zur Kurzarbeit unumgänglich. Allerdings soll die Lage von Monat zu Monat neu bewertet werden. Scherdel will nach Aussage des Geschäftsführers alles versuchen, um die Stammbelegschaft zu halten. Sämtliche Leiharbeiter seien bereits gekündigt worden.
Kurzarbeit in Coburg und Hallstadt
Der Oberfränkische Automobil-Zulieferer Brose reagiert auf die aktuelle Wirtschaftskrise mit Kurzarbeit. Betroffen davon sind sowohl Coburg als auch Hallstadt im Landkreis Bamberg. An beiden Standorten beschäftigt Brose insgesamt 3.800 Mitarbeiter. Neben der Drosselung der Arbeitszeit wird der Automobil-Zulieferer seine Materialkosten senken, Investitionen prüfen und den Personal-Aufbau stoppen.